Kriterien zur Wahl der Tierarztpraxis
  • Gute Erreichbarkeit/Notfallversorgung
  • Umfassende Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten nach dem neuesten Stand der Tiermedizin
  • Praxisgestaltung mit großzügigen Räumlichkeiten

Alle Beteiligten sollten sich bemühen den Arztbesuch für das Tier so stressfrei wie möglich zu gestalten.
Das heißt:

  • Keine lange Wartezeiten in überfüllten engen Wartezimmern
  • Genügend Zeit und Geduld für die Behandlung des Patienten
  • Individueller Umgang mit dem einzelnen Tier
  • Z.B. den Hund, wenn dies besser geht und möglich ist, auch auf dem Boden behandeln!
  • Dem Hund Schmerzen ersparen durch umfassende schmerztherapeutische Behandlung
  • Herz und Kreislaufschonende Narkosetechnik
  • Nach einer Narkose sollte der Tierbesitzer in der Aufwachphase immer bei seinem Tier sein können!!!
  • Medizinische Schritte und Behandlungen sollten dem Tierbesitzer ausführlich erklärt und mit ihm abgesprochen werden
  • Aufklärung über verschiedene Behandlungsmöglichkeiten
  • Individuelle Betreuung für Sie und das Tier
  • Empfehlungen für Erziehungsberatung und Hundeschule
  • Kompetente Beratung in Fragen rund um den Hund, insbesondere Gesundheits- und Ernährungsfragen

Vereinbaren Sie einen Termin für:

  • spezielle Untersuchungen und Operationen
  • Wenn Ihr Tier überängstlich, sehr nervös oder aggressiv ist, so dass sich das behandelnde Team darauf einstellen kann

Rufen Sie möglichst vorher an, wenn

  • ihr Tier schwer verletzt
  • im Schock oder
  • einem anderen lebensbedrohlichen Zustand (Krampfanfall, Kreislaufversagen, Vergiftung) ist!!!

So können schon im Vorfeld die Vorbereitungen für die medizinische Versorgung erfolgen.

Versorgung und Transport eines Notfallpatienten:

  • Schonend, schnell und möglichst zu Zweit
  • Beruhigen Sie das Tier
  • Zubinden der Schnauze beim Hund
  • Sorgen Sie für eine bequeme und sichere Lagerung (Große Hunde können auf einer gespannten Decke oder auf einem Brett getragen werden)
  • Verletzte Gliedmaßen weich und stabil lagern
  • Bei Unfällen: möglichst flach und ausgestreckt auf der rechten Körperseite lagen (Bei Bauchverletzungen ein großes sauberes Tuch um den Bauch wickeln und befestigen, vorgefallenen Eingeweide sollten Sie nicht berühren oder versuchen sie zurückzustopfen!)
  • Bei Blutungen aus der Mundhöhle oder Nase: Kopf tief lagern!
  • Vergiftungen: evtl. Reste des Giftes, die Verpackung oder auch das Erbrochene Kot oder Urin des Tieres mit in die Praxis bringen
  • Insektenstiche im Bereich der Zunge und des Rachenraumes: Freihalten der Atemwege!
  • Hitzschlag: sofortige Abkühlung durch Umschläge mit kaltem Wasser

Verhalten Sie sich bitte bei der Behandlung und vor allem bei einer Notfallversorgung ruhig! Gehen Sie der Tierärztin/dem Tierarzt auf Bitten so weit wie möglich zur Hand. Bringen Sie den Impf- und Gesundheitspass mit!

Helfen Sie Zwischenfälle im Wartezimmer mit anderen Patienten zu vermeiden, indem Sie:

  • Ihren Hund an die Leine legen
  • Genügend Abstand zu anderen Tieren halten

Informieren Sie die Tierärztin / den Tierarzt genau über:

  • Beginn und Dauer der Krankheit
  • aufgetretene Symptome und Beobachtungen des Hundes im Bezug auf Krankheitszeichen wie: Unruhe, Appetitlosigkeit, Lethargie, Durchfall und Erbrechen, Maulgeruch und ungewohnte Verhaltensänderung, z. B. Aggressivität
  • Erbrochenes, Kot und Urin
  • eine evtl. Vorbehandlung
  • bekannte Medikamenten-Unverträglichkeiten
  • ob Sie eine Weiterbehandlung (z. B. Tabletteneingabe) nicht durchführen können

Jeder Hund wird im Laufe seines Lebens einmal zum Tierarzt müssen! Zumindest sollten Hundebesitzer einen jährlichen Praxisbesuch zum Impfen einplanen. Das Tier sollte so daran gewöhnt werden, dass es sich ohne Angst und Schwierigkeiten Maul, Ohren und Pfoten untersuchen lässt.

Auch ein erwachsener Hund kann schrittweise an den Tierarztbesuch gewöhnt werden. Ab und zu ein Besuch in der Praxis ohne Behandlung und mit Erhalt eines Leckerlis, helfen meist um Unsicherheit und Angst zu nehmen!

Gibt es dennoch größere Schwierigkeiten beim Tierarztbesuch, dann holen Sie sich Rat in Ihrer Hundeschule!